Montag, 1. August 2011

Ein schöner Tag...

Tschüß Ivan...es war schön mit Dir!

Auf der Suche nach den Dinospuren...

...bald wurden wir das erste Mal fündig.

Gar nicht so groß wie wir sie uns vorgestellt haben.

Aber größer als Rolands Füße allemal.

Die Entdeckercrew mit Kompass im Handy.

Next one.

Und noch einer.

Zwischendurch die Landschaft genießen.

Und sich des Lebens freuen. Da scheint Sam doch glatt die Sonne aus dem A****!

Das Schicksal des Fotografen. Entweder allein oder gar nicht auf dem Bild.

Wieder sehr schön :)

jaja...

Kaum zu erkennen, aber das linke Gebilde ist ein Leuchtturm.

Von früh bis spät immer gutes Wetter...Sorry, Bremen!

Sonnenuntergang am Cable Beach

...mit den perfekten Longboard Wellen. Leider war es zu dunkel.

einfach mal hängen lassen...nach der Arbeit die beste Stellung.

Roland beim Bodysurfen

Wenn man weit genug fährt, dann ist man ganz allein am Strand. Endlich!!!

Strandgras.

Mit Sam und Tanja am Gantheaum Point.

Da auch.

Der Japanische Friedhof in Broome.

Ein perfekter Sonnenuntergang.

Krokodile auf Wanderschaft

27. Juli 2011, Broome

Gestern hatte Roland Geburtstag!!! Das war ein schöner Tag. Er hat sich frei genommen und konnte lange schlafen, während ich mich um 7 Uhr aus dem Bett gequält habe und ein weiterer Putztag Einzug in mein Leben gehalten hat. Nach wahnsinnig tollen 6 Stunden hatte ich aber auch Feierabend und wir konnten endlich Geburtstag feiern. Es gab Sandwiches, Kuchen, Geschenke und zur Feier des Tages auch noch Bier, das ich mit meiner Kollegin Andrea aus Österreich, in einem zu reinigenden Kühlschrank gefunden habe. Leckeres Corona. Bier ist hier ebenfalls ein Luxusartikel. Mit ganz viel Glück bekommt man manchmal Beck´s für 40 $ (24 Flaschen). Das ist aber die Ausnahme. Das „normale“ Bier schmeckt nach Wasser und ist doppelt so teuer. Darum war es gestern wie Weihnachten, als mich plötzlich aus dem Kühlschrank das Corona Bier angelacht hat.
Danach ging es Richtung Strand, wo wir eine kleine Runde schwammen und dann einen, mal wieder, wunderschönen Sonnenuntergang erleben durften. Sam und Tanja, mit denen wir seit unserer gemeinsamen Zeit auf der Gibb River Road mittlerweile sehr viel unternehmen, holten uns dort ab und lotsten uns zu einem kleinen geheimen italienischen Restaurant hier in Broome, das eigentlich nur den Locals vorbehalten ist. Aber wir haben es gefunden und dort ein perfektes Abendessen genossen.


28. Juli 2011, Broome
Roland ist arbeitslos. Gestern wurde ihm zwischen Tür und Angel eröffnet, dass es in nächster Zeit nichts mehr für die Zement-Boys zu tun gäbe und vielleicht in 10 Tagen wieder Arbeit anstehe. Ganz toller Chef! Seit heute haben wir also die Rollen getauscht und Roland muss sich auf Arbeitssuche begeben. Mit Glück kann er bei der anstehenden Volkszählung mithelfen, die hier alle 5 Jahre ansteht. Der Job würde zwar nur ca. eine Woche dauern, aber besser als gar nichts. Ansonsten werden die ortsansässigen Baufirmen abgeklappert. Ich denke, dass es kein Problem sein wird, wenn ein junger, muskulöser, gut aussehender und mittlerweile sehr schlanker und durch trainierter Kerl nach Arbeit fragt. Bestimmt werden wir in ein paar Tagen wieder beide fleißig sein. Aber so kann Roland auch mal wieder durchatmen und die Zeit etwas gemütlicher angehen lassen. Kommt Zeit, kommt Rat...

Am Sonntag und Montag war der Cable Beach, also der Hauptstrand hier im Ort für Badegäste gesperrt. Das wussten wir leider nicht, da wir am Sonntag mit dem Auto zum Strand gefahren sind und uns weiter gen Norden niedergelassen haben. Sam und Tanja waren auch dabei, saßen aber die meiste Zeit am Auto um das Sonntags-Football-Spiel zu verfolgen. Unsere Chance, die zwei Surfbretter der beiden zu benutzen. Die Wellen waren ausnahmsweise mal recht groß und wir hatten eine Menge Spaß. Ich bin irgendwann aus dem Wasser gegangen, weil es doch sehr sehr frisch war und habe Roland zugeschaut. Kurze Zeit später kam er relativ schnellen Schrittes aus dem Wasser und meinte, dass er vielleicht ein Krokodil gesehen habe. Irgendetwas Schwarzes und Buckliges guckte ca. 30 Meter neben ihm aus dem Wasser und verschwand schnell wieder. Kurz danach das Gleiche wieder. Der kleine Roland bekam weiche Knie und paddelte an Land. Welch ein Glück. War es doch wahrscheinlich das Krokodil, weswegen der Hauptstrand gesperrt war. Was wir ja zu dem Zeitpunkt nicht ahnen konnten. Toll!!! Roland hat sein erstes Salzwasserkrokodil gesehen. Seit gestern ist der Strand aber wieder offen und wir haben den Feierabend an einem krokodilfreien Strand verbracht. Natürlich weiß man nie, ob nicht doch irgendwo eines dieser grünen Urzeitmonster lauert, aber angeblich wurde hier seit vielen Jahren kein Krokodil mehr gesehen, weil es denen einfach zu laut ist. Nun fängt die Rechnung wieder von vorne an und vielleicht wird in zehn Jahren gemunkelt, dass es schon einige Jahre her ist, dass ein Krokodil dem Cable Beach einen Besuch abgestattet hat. Vielleicht kommt aber auch alles ganz anders und von nun an kommen die Krokodile in Scharen an die Strände um Menschen zu fressen. Wir haben nämlich von Ivan erfahren, dass sich am 21. Dezember nächsten Jahres alles schlagartig ändern wird. Die Inka haben berechnet, dass an dem Datum die Welt „untergeht“. Vielleicht bekommen wir eine neue Eiszeit. In letzter Zeit gibt es immer mehr Zeichen, dass die Welt einen Wechsel erfahren wird. Überschwemmungen und Stürme. Erdbeben und Klimawechsel. Vielleicht ist das auch der Grund, warum Deutschland gerade einen sehr durchwachsenen Sommer erlebt. Ihr könnt ja nicht wirklich von schönem Wetter in Bremen sprechen, oder? Ebenso dauerte die Regenzeit hier in Australien viel länger als normalerweise. Wir sind gespannt und werden unser Weihnachten 2012 schon einige Tage früher feiern.


31. Juli 2011, Broome

Gleich bringen wir besagten Ivan zum Flughafen, damit er wieder in seine alte Heimat an die Gold Coast fliegen kann. Wir haben ihn auf unserem vorigen Campingplatz kennengelernt und werden den gebürtigen Engländer sehr vermissen. Immer nett und freundlich. Immer auf Diät. Hat sich vor langer Zeit von seiner Alkoholikerfrau getrennt und ist seit 4 Jahren mit seinem Auto „The Wanderer“ unterwegs. Nun hat er beschlossen für einige Zeit seine Söhne zu besuchen, Weihnachten mit den Jungs zu feiern und dann zurück nach zu gehen um seine kranke Mutter zu besuchen. Wahrscheinlich wird er uns von dort aus in Bremen besuchen kommen. Ihr werdet ihn mögen :)

HEUTE IST FREI!!!!! Es gab endlich wieder Eier zum Frühstück. Herrlich einfach im Schatten zu sitzen und keine Betten machen zu müssen, Kühlschränke auszuwischen und mit einem überdimensionalen Mob über verdreckte Böden zu wischen. Später werden wir dem Strand einen Besuch abstatten und unsere Muschelfunde erweitern. Wahnsinn, in den letzten Tagen haben wir unglaublich tolle und vor allem große Muscheln gefunden. Siehe Foto weiter unten. Bei Ebbe werden die vorgelagerten Riffe begehbar und wir können auf Schatzsuche gehen. Auf Knien, mit dem Hintern in der Luft krabbeln wir unter die Steine und finden Erstaunliches. Krebse, Tintenfische, Korallen, bunte Muscheln, die leider meistens von kleinen Krebsen bewohnt werden, schwarze Seegurken, Fische, Vögel und anderes Getier. Hier wohnen auch ganz ganz alte Lebewesen, die wir noch nie vorher gesehen haben. Sie sehen aus wie Steine mit kleinen Pocken und gleiten langsamer als Schnecken über die spitzen Steine und bizarr geformten Steinelemente, die plötzlich nach der Flut aus dem Wasser ragen. Der beste Platz um nach der Arbeit abzuschalten. Man ist einfach nur damit beschäftigt das unbekannte Leben inmitten kleiner Tümpel und spitzer Felsen zu erforschen und sich an den wunderschönen Schöpfungen der Natur zu erfreuen.

Vorgestern durften wir beim Reinigen der Kabinen den 1. Weihnachtstag feiern. Leider mit einem bitteren Nachgeschmack. Denn Carol, die alte Dame, die dort bis zu dem Zeitpunkt mit ihrem Mann gewohnt hatte, musste sehr plötzlich abreisen, weil sie krank geworden ist und schnell in Hospital nach Brisbane gebracht werden musste. Diese niedliche alte Dame war jedoch frohen Mutes und überließ dem „Cleaning staff“, also uns, alles, was sich in der Wohnung so angesammelt hatte. Neben Chips und Alufolie für Rolands tägliche Butterbrote, gab es Spülmittel, Kartoffeln, Orangen, ein leckeres geschmiertes Brötchen mit Roastbeef und Gurken, Champions und weitere nützliche Dinge. Vielen Dank, Carol und gute Besserung!!!

Gestern haben wir es endlich geschafft uns die Dinosaurierfussabdrücke anzugucken. Sehr faszinierend. Man musste ein wenig über das Riff kraxeln und sehr lange suchen, aber dann wurden wir Millionen von Jahren in die Vergangenheit zurückversetzt. Leider haben wir nicht alle Spuren gefunden, weil das Terrain sehr unwegsam und schwer begehbar war, aber für zwei Spezies hat es gereicht. Danach gab es ein traumhaftes Dinner zum Einzug von Sam und Tanja auf deren neuen Campingplatz.

Und vielen Dank, liebe Tanja, für die Physiotherapy und Dank an Sam für das wunderbare Kangaroo Steak gestern! Es war köstlich. Der Kartoffelsalat natürlich auch Tanja :)

Roland ist immer noch auf Jobsuche. Morgen am Donnerstag kann er nochmal auf der alten Baustelle arbeiten und mit Glück bekommt er heute noch einen Anruf einer anderen Firma, bei der er sich heute vorgestellt hat. Daumen drücken!

So, gleich kommt Tanja und macht eine weitere Einheit Physio mit mir. Bis bald und liebe Grüße von uns beiden....!


2. August 2011, Broome

schnell hochladen...der Akku ist schon wieder leer.