Hello again...!
diesmal versuche ich mal wieder euch von unserem Leben zwischen Himmel, Hölle, Wasser und Erde zu berichten. Die schlechten Neuigkeiten voran: UNSER AUTO IST SCHROTT!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Gute Nachricht: Wir haben Arbeit. Seit vorletzter Woche Donnerstag sind wir auf einer holländischen Blumenfarm gelandet, auf der wir Pakete mit Blumenzwiebeln bestücken. Die Pakete werden in alle Ecken Autsraliens geschickt und dort gepflanzt und verkauft. Der erste Tag war toll. Wir haben verschiedene Pakete gepackt und hatten das Radio während der Arbeit laufen. Der zweite Tag war auch okay. Etwas andere Aufgaben, aber der gleiche Radiosender. Dann hatten wir Wochenende und sind ans Meer gefahren. Toller Surf und wunderschönes Wetter. Am Sonntagabend habe ich dann einen Hexenschuss bekommen und konnte leider Montag und DIenstag nicht zur Arbeit gehen, sondern bin bewegungslos im Bett geblieben. JA, wir haben Betten :) wir wohnen nämlich in der Nähe von Melbourne bei den Eltern von Sam und TAnja, die wir am Anfang unserer Reise kennengelernt haben. Wahnsinnig liebe Menschen, die uns sofort mit offenen Armen aufgenommen haben und seitdem immer für uns da sind. Tim und Martine kommen eigentlich aus England und sind vor 40 Jahren nach Australien gezogen. Das Haus in dem wir nun mit der Familie Spencer wohnen, liegt direkt im Regenwald an einem sehr steilen Hang (schlecht für unser Auto). Jeden Tag laufen hier Possums auf dem Balkon herum oder Papageien sitzen auf der Brüstung und gucken durch die Scheiben. Sehr schön ist auch der Blick, den man beim Abwaschen hat. Leider ist die Geschirrspülmaschine kaputt und hier dinnieren oftmals mehr als 10 Personen. Roland und ich waschen meistens ab, damit wir wenigstens einen kleinen Beitrag leisten können. Gekocht wird auch meist von uns. Die Australier sind begeistert von unserer Küche :) heute gibt es PIES(!!!) eine ganz tolle Geschichte, die es in Deutschland leider nicht gibt, aber bald geben wird. Roland und ich werden einen Pieshop eröffnen, wenn wir wieder zu Hause sind. Ihr werdet unsere Versuchskaninchen sein und danach die besten Kunden unseres weltweiten Pieimperiums sein :)))
Achso...ich war ja noch dabei von unserer Arbeit zu erzählen. So viel spannendes gibt es leider nicht. Es ist nämlich JEDEN Tag das Gleiche. Mittlerweile sind die Bestellungen ziemlich ähnlich und der RAdiosender raubt einem den letzten Nerv. JEden TAg werden ca zehn Songs abwechselnd gespielt. Heute lag der Rekord zwischen ein und demselben Lied bei 15 Minuten Abstand. Herrlich. Aber wir beschweren uns nicht, denn die Firma ist toll. Wir werden verhältnismäßig sehr sehr gut bezahlt und haben letzte Woche sogar einmal eine Riesenportion Pommes spendiert bekommen. Also durchhalten und freuen.
Am vergangenen Samstag waren wir auf Tanjas Geburtstagsparty eingeladen. Es war ein "Mad Hatter´s Teaparty". Also die Teeparty, die bei "Alice im Wunderland" vom Hutmacher gegeben wird. Das war richtig schön. Wir mussten uns verkleiden und haben dann in einer Hütte im Wald gefeiert. Die Party startete um zwei Uhr nachmittags und um sechs Uhr abends waren die meisten männlichen Besucher betrunken. Wir Mädels haben dann irgendwann die Autos umgeparkt und als wir zurückkamen, sind wir rechtzeitig zum Spiel des Abends gekommen. Axtwerfen im Dunkeln war angesagt. Mmhhhh....! Ob das so eine clevere Sache ist? Teilweise. Die Jungs hatten ihren Spaß und als Roland mal wieder an der Reihe war, war das Spiel beendet. Die Axt ist nämlich im Busch gelandet und wurde nimmer mehr gesehen. Dafür konnten sich die Hasen, Grinsekatzen und anderen Gestalten wieder dem Punsch widmen. Um zwölf war die gesammelte Manschaft im Bett. Es ist viel besser früh anzufangen. Dann ist man am nächsten Tag richtig frisch. Wir waren schwimmen (richtig und nicht plantschen), spazieren und Brombeeren pflücken. Und Auto verschrotten.
Hier noch ein die Zusammenfassung von irgendwann und irgendwo nach nirgendwo.
Cape Le Grand National Park, 10.01.2012
Juhuuu...wir haben es geschafft und haben mit 'etwas' Verspätung nach sieben Wochen in einem richtigen Haus mit Dach, Bett, Bad, Küche und fließend Wasser die Weiterreise antreten können. Einen Abend vor unserer Abreise aus Cowaramup, eines der schönsten Orte der Welt, haben wir bemerkt, dass unsere Stoßstange durch die ständige Belastung auf den Holperstraßen abgebrochen war. Glücklicherweise haben wir einen Mechaniker gefunden, der den Schaden zügig reparieren konnte und uns auch nur 40 $ (!!!!!) berechnet hat. Mal wieder Schwein gehabt. Also konnten wir zwei Tage später unser Lager bei dem besten Mitbewohner der Welt (Ben) abbauen und Richtung Südosten aufbrechen. Der Wetterbericht sah nicht einladend aus, aber da die letzten zwei Wochen schon von Gewittern, Stürmen und Starkregenfällen geprägt waren, konnten wir auf Sonnenschein nicht mehr warten. Die Temperaturen spinnen auch ein wenig. Normalerweise sollten um diese Zeit Temperaturen von 30-40 Grad vorherrschen, aber der Hochsommer lässt sehr auf sich warten. Halb so wild, wir haben ja ein Auto. Problematisch wird es nur, wenn es regnet UND stürmt. Dann können wir nicht kochen, kommen nicht aus dem Auto, dementsprechend wird es auch schwer unseren ganzen Krimskrams von der Liegefläche auf die Fahrersitze zu laden. Wenn es trotzdem geschafft ist, dann sind wir im Bett gefangen. Aber....wir haben ja Glück. Mehr später.
Unser erster Stop war Pemberton. Es war geplant, dass wir zusammen den Gloucester Tree besteigen, aber nur Roland ist bis zum Gipfel vorgedrungen. 61 Meter hoch an einem Stamm klettern. Ich hätte es mir sehr viel einfacher vorgestellt, aber Pustekuchen....nach einem Drittel musste ich aufgeben. Die Stangen, die zum Klettern aus dem Stamm ragten, verschwommen vor den Augen und die Hände waren nicht mehr zu 100% trocken. Darum beschloss ich schöne Fotos von unten zu machen. Roland ist mein Held! Er hat es geschafft. Als er wieder festen Boden unter den Füßen hatte, war er einerseits sehr begeistert von dem herrlichen Blick, den man von der Plattform auf den enormen Wald hat, andererseits sah man auch ihm die Anstrengung der Gipfelerklimmung an. Kein Wunder...! Toll gemacht :)
Nach unserer ersten Nacht (regenfrei) ohne feste Wände in Crystal Springs, einem tollen kleinen gratis Campingplatz bei Walpole, war führte uns der Weg in einen Karri Forest, der so unglaublich schön ist, dass man während des ganzen Rundgangs nicht einmal dazu kommt den Mund zu schließen. Boooaaahhhh.....! Die größte Attraktion in dem Wald ist ein riesiger Tingle Tree. Er hat einen hohlen Stamm und ist so geräumig, dass man sogar im Inneren leben könnte.
Weiter ging der Touristentag. Kurze Zeit später waren wir schon vor den Toren des 'Valley of the Giants'. Karri Trees, die sehr sehr groß werden können, so weit das Auge reichte. Nachdem wir auf dem Weg dorthin auf der Straße eine giftige und sehr lange Western Brown Snake überfahren hatten, durften wir am Eingang des 'Valley of the Giants' sogar eine Schlange streicheln. Das reichte aber auch. Dann ging es 40 Meter in die Höhe. Zwischen den Bäumen war ein Metallgerüst gespannt, auf dem man in luftiger Höhe zwischen den Baumwipfeln entlangspazieren konnte. Das war hoch und teilweise sehr wackelig. Aber tausendmal besser als der einzelne Baum in Pemberton.
Am frühen Nachmittag erreichten wir Albany und haben dort die lokalen Attraktionen besichtigt. Zwischen den immer stärker werdenden Schauern haben wir die schönsten Strände, die man sich vorstellen kann, im Sonnenschein gesehen. Überall rund um Albany verschlägt es einem die Sprache. Besonders, wenn am Salmon Beach Delfine zu Begrüßung vorbeischwimmen und mit den Flossen winken. Die Stadt Albany ist im Gegensatz zu den meisten Städten in Western Australia auch sehr schön. An einem Hang gelegen und mit Gebäuden versehen, die teilweise sogar Charme haben, ist es eines unserer Favoriten geworden. Wir haben sogar überlegt aufgrund des schlechten Wetters eine Nacht in einem Backpacker Hostel zu bleiben und uns irgendwo etwas leckeres chinesisches zu Essen zu holen, aber dann hat uns doch die Vernunft eingeholt unhd wir sind weitergefahren. Eine Tankfüllung oder eine trockene Nacht? Definitiv Tankfüllung, wenn nicht gerade der Weltuntergang droht. In diesem Fall haben wir alles richtig gemacht, weil wir auf dem Weg nach Osten den tollsten Campingplatz der Welt entdeckt haben. 15 Kilometer von der Hauptstraße entfernt, nur über einen unasphaltierten Weg zu erreichen, findet man Betty´s Beach. Der Platz ist zwischen Februar und April geschlossen, da zu dieser Zeit die Lachsfischer dort Stellung beziehen. In einer kleinen Bucht direkt am Strand gelegen war der Platz sehr windgeschützt. Der erste Eindruck war super. Windgeschütze Ecken und viel Platz. Nach einer näheren Inspektion konnten wir unser Glück nicht fassen. Überall versteckt standen kleine Hütten und garagenartige Unterschlüpfe, die in der Lachsaison von den Fischern genutzt werden. Die meisten Häuschen waren verschlossen, aber wir haben unser kleines Paradies gefunden. Eine Hütte mit vorgebauter Garage, in der wir unser Auto parken konnten. So waren wir auf jeden Fall geschützt, wenn der Regen anfing. Das Highlight allerdings war, dass die angebaute Hütte nicht verschlossen war. Traumhaft! Es war zwar nur ein staubiger und karger Raum, aber als wir unser Lager mit Tisch, Stühlen, Kocher und Kerzen aufgebaut haben, wurde es zu einem Schloss. Besonders als der Regen auf das Dach prasselte und der Sturm an der Tür gerüttelt hat, fühlten wir uns wie die glücklichsten Menschen der Welt. Der nächste Tag war sonnig und wir wanderten und kletterten den ganzen Tag an der steinigen Küste entlang. Es war so schön, dass wir noch eine Nacht blieben und wieder sehr froh waren, weil das Tief, das Western Australia übereckte, kein Ende nahm.
Danach ging es direkt nach Esperance. Die letzte Stadt vor der Grenze zu South Australia. Dort mussten wir eine Nacht auf dem Campingplatz verbringen, weil der Nationalpark Cape Le Grand keine Übernachtungskapazitäten frei hatte. Eine gute Möglichkeit das Auto durchchecken zu lassen. Am Morgen habe ich noch schnell Kühlflüssigkeit nachgefüllt und gesehen, dass der Keilriemen nicht mehr sehr zuverlässig aussah. Okay, also den auch checken lassen. Die Inspektion verlief gut und eigentlich ist unser Wagen in einem erstaunlich guten Zustand. Perfekt! Ein neuer Keilriemen wurde bestellt und wir sind in der Wartezeit in den Nationalpark gefahren. Traumhaft!!! Der feinste Sand, den wir je gesehen haben. Ein blendend weißes Band, das sich am türkisen und vollkommen klaren Wasser entlanggewunden hat. Und am Strand waren überall Kängurus, die sich dort pudelwohl gefühlt haben. Nach zwei Tagen mussten wir leider zurück, weil eine neue Gewitterfront heranziehen sollte. Nachdem wir den Keilriemen eingebaut bekommen hatten sind wir dann schnell auf dem Highway nach Norseman gebraust. Die letzte Tankmöglichkeit vor der Nullabor Plain, die wir zu überqueren hatten. Die einzige Möglichkeit nach South Australia zu kommen. Nullabor kommt aus dem Lateinischen und bedeutet „keine Bäume“. Die Strecke ist ca. 900 KM lang und führt durch eine Gegend, die von vielen gefürchtet wird, weil es unglaublich langweilig sein soll, und sehr sehr heiß werden kann. Kein Schatten und nur einige Tankstellen auf der Strecke, die auf Leben und Menschen hinweisen. Wir waren auf das schlimmste gefasst. Aber wir hatten mal wieder großes Glück. Das Wettertief verfolgte uns und die Temperaturen stiegen nie über 25 Grad. Zwischendurch leichter erfrischender Regen und die Kühlbox hat gehalten. Die zwei Übernachtungen im Nichts auf der Strecke waren sehr ruhig. Da wir mal wieder keine Früchte oder Gemüse über die Grenze mitnehmen durften gab es zwei großartige Abendessen dank Resteververwertung.
Trotzdem waren wir sehr froh, als wir die erste menschliche Ansammlung und einen Supermarkt in Ceduna gefunden haben. Pünktlich bei unserer Ankunft kam die Sonne heraus und begrüßte uns in Südaustralien. Dort hatten wir gleich ein Vorstellungsgespräch in einem Hotel Super Bezahlung, Unterkunft für etwas 35 Euro pro Person pro Woche. Wäre eine Traumjob gewesen, aber leider war uns die Stundenanzahl, die wir in den ersten Wochen hätten arbeiten können, zu gering. Also ging es weiter.
Abends sind wir in Streaky Bay angekommen und haben unser Lager in einem Campingplatz direkt am Strand aufgebaut. Leider haben wir die Zeitumstellung irgendwie vertüddelt und die Uhr nicht weit genug nach vorn gestellt. Also gab es Abendessen irgendwann gegen Mitternacht. Zur Zeit sind wir Deutschland 9,5 Stunden voraus.
Der nächste Tag führte uns entlang der unglaublich schönen Küste von Streaky Bay. Etwas weiter südlich fanden wir nach sehr langer Suche unseren perfekten Platz für die Nacht. Der schönste Platz, den wir jeeeee hatten. Sheringa ist ein klitzekleiner Ort, der nur aus einem Miniaturgeschäft mit Bar und einer Tanksäule besteht. Aber das Internet sagte, man solle die einzige Straße Richtung Küste vom Highway nehmen und komme an einen kleinen Campspot am Wasser. Das wettergegerbte Männchen in der Bar bestätige die Aussage und versuchte uns frisch gefangene Austern zu verkaufen. Das sparten wir uns für den nächsten Tag auf.
Wir fanden abseits vom Hauptplatz, einige Kilometer weiter das Kliff hinauf, eine kleine geschützte Bucht, in der wir der Wagen direkt an den Strand stellen konnten. Mit einer großen Plane haben wir uns einen Wind- und Sonnenschutz gebaut und auf unserer felsigen Terasse ein paar wunderschöne Stunden verbracht. Delphine direkt vor der Haustür, Wellen, die einfach nur perfekt aussahen, weißer Sand unter den Füßen und ein Sonnenuntergang, der selbst dem stärksten Mann die Tränen in die Augen getrieben hätte.
Am nächsten Tag fanden wir einie Kilometer weiter den Geheimplatz der lokalen Surfszene. Durch Zufall. Wir hatten unseren Kram gerade wieder komplett verpackt und entschieden uns dazu nur ein wenig zu schwimmen und zu versuchen Fisch oder Abalone für das nächste Abendessen zu fangen. Das Wasser ist übrligens ARSCHkalt hier. Sorry, aber anders kann man esnicht ausdrücke. Die Haie fühlen sich auch plaudelwohl hier. So wie wir. Leider gab es keinen Fisch zum Abendessen. Dafür wurden wir von einem Mädel gefragt, ob wir etwas gefangen hätten. Wir kamen ins Gespräch und lernten später noch ihren Ehemann kennen. Rachel und Snigy haben uns seit dem Moment nicht mehr aus den Augen gelassen. Sie sagen, dass sie sich fühlen als hätten sie uns gekidnapped.
Snigy, passionierter Surfer, meinte, dass die Wellen am nächsten Tag episch werden sollten und wir auf keinen Fall vorher abreisen dürften. Wir entschieden uns dazu eine Nacht länger zu bleiben und wieder zu unsrem alten Platz zu fahren. Es gibt Schlimmeres. Vorher haben uns Rachel und Snigy noch auf ein Bier mit zu der kleinen Bar genommen. Es gab Bier und Austern. Und innerhalb einer halben Stunde hatte sich dieser Fleck im Nirgendwo so gefüllte, dass es kaum noch Platz gab. Sogar ein Verwandter von ZZ Top gesellte sich zu uns. Ein alter Fischer, der am Wochenende immer zum Fischen herkommt. Leider hat er einen Finger verloren, weil er allergisch gegen Schalentiere ist. Die meisten Leute kamen aus Port Lincoln oder Wangary, ca 100-200 KM entfernt. Mal wieder merkt man, dass Entfernungen hier wirklich eine sehr untergeordnete Rolle spielen.
Der nächste Tag brachte die ganze Meute wieder zusammen. Unser Führer, Snigy, wollte uns vor dem Surfen aber erst zeigen, wie man vernünftig nach Hummern und Abalone taucht. Ein voller Erfolg. Die dicksten drei Hummer der Welt und acht riesige Abalone waren die Beute, die Roland und Snigy aus dme Wasser mitbrachten. Umgerechnet etwa ein Wert von 1000 $. Ich habe es mir mit Rachel am Strand gemütlich gemacht und bei 40 Grad ziemlich geschwitzt.
Gestärkt mit vielen frischen Früchten, die unsere neuen Ernährer mitgebracht haben, ging es zum Surfspot. Für mich leider etwas zu krass, aber Roland hatte seinen Spaß. Super Wellen, Delphine im Line Up, und ein Seelöwe, der direkt vor seinen Augen einen Oktopus verspeist hat. Die Mädels waren schwimmen und haben auf die Seafoodbeute aufgepasst. Eintraumhafter Tag.
Abends statteten wir der Bar den nächsten Besuch ab und stärkten uns für die Weiterfahrt. Ganz selbstverständlich boten uns Rachel und Snigy einen Schlafplatz in ihrem Gästehaus an. „Nein“ sagen gilt hier nicht, also folgen wir den Beiden nach Wangary und bezogen unser kleines Häuschen. Wir hatten eh vor in Port Lincoln (ca. 50 KM entfernt von Wangary) zu arbeiten. Das passte gut.
Seitdem haben wir viele Bewerbungen verteilt und überall gefragt. Leider sind wir wieder einmal zur falschen Zeit auf Jobsuche. Die Thunfisch- und Austernsaison hat noch nicht gestartet und diese Region hat außer dem größten Fisch- und Austernumschlagsplatz nicht viel zu bieten. Wir geben und noch zwei Tage, und wenn wir bis dahin nichts bekommen haben, dann mussen wir weiter Richtung Adelaide fahren, wp gerade die Weinernte beginnt.
Die letzte Woche war toll! Wir haben viele interessante Menschen kennengelernt und jeden Abend wie Könige gegessen. Rachel und Snigy kümmern sich um uns und zeigen uns jeden Tag neue Highlights. Gestern haben wir 3-4 kg Muscheln (Cockels) gesammelt und werden sie heute essen. Nach dem Muschelsammelerfolg wurden wir gestern von den Beiden zum Essen ausgeführt. Sehr skurril, aber wir konnten uns nicht dagegen wehren. In Bar vom Coffin Bay Hotel haben wir einen wunderschönen Abend verbracht. Das Bierglas in der Hand wurde nie leer und die Bar wurde immer voller und voller. Das Beste war eine Verlosung, in der man sich eine Nummer kaufen konnte. Wenn das Glücksrad diese Nummer anzeigte (gedreht wurde das Rad von einem ca 70-jährigen strohblonden und langhaarigen Surfer und Austernfischer) konnte man sich eine Packung Grillfleisch aussuchen, das auf einem Tisch auslag. Rachel hat mit der Nummer 13 eine große Portion gewonnen. Wir hatten zusammen eine riesige Portion Seafood. Meine Güte, war das lecker. Besonders, weil wir über zwei Stunden auf das Essen gewartet hatten. Auf dem Rückweg hat uns ein Freund der Familie gefahren. Jimmy, der Grieche. Leider war das Auto so voll, dass Snigy im Kofferraum mitfahren musste. Eigentlich hatten wir um halb elf nachts noch einen Termin mit dem Bürgermeister, aber als wir dort ankamen, hat er wohl schon geschlafen. Schade.
Roland ist gerade aufgestanden. Es ist 12 Uhr!!! Gleich fahren wir zum Gallipoli Strand. Dort hat Jimmy der Grieche bei einem Film mitgespielt. Er musste einen Griechen und einen Türken gleichzeitig spielen.
Leider werde ich immer wieder aus dem Netz geschmissen. Ich hoffe, dass beim nächsten Mal mehr Zeit bleibt, um unseren Trip von Rachel und Sniggy in South Australia nach Melbourne zu beschreiben.
Bis bald...wir vermissen euch sehr....!