Montag, 18. Juli 2011

Wenn man denkt es geht nicht mehr....

kommt von irgendwo ein Lichtlein her. 

Ich habe einen Job :)) ab Donnerstag bin ich Hausmädchen auf unserem Campingplatz und darf die cabins, also die festen Wohneinheiten des Platzes auf Vordermann bringen. Betten machen und das Standardputzprogramm. 6-Tage-Woche, von 8 Uhr bis ca. 14 Uhr. Perfekt. Dann bleibt genug Zeit für den eigenen Haushalt und den Bauarbeiterbringdienst. Wenn wir uns entscheiden länger zu bleiben, wird uns sogar die Hälte der Stellplatzgebühr erlassen. Die Bezahlung ist gut und wenn wir noch 1-2 Monate hier durchhalten, dann ist die Reisekasse für weitere Abenteuer gefüllt und wir können und wieder dem spaßigen Teil unserer Reise widmen. Juhuuu...!!!

So, nun noch einige Impressionen aus Broome.




Jeden Abend werden am Strand Ausritte in den Sonnenuntergang angeboten. Mmmhhh...



Wir fahren lieber zu einer etwas ruhigeren Stelle 



Im Irish Pub neben dem Wettbüro kann man die Perde- oder Hunderennen direkt am Monitor verfolgen. Wir haben 23 $ gewonnen. Und wieder verloren.  






Unser erster entspannter Sonnenuntergang am Strand. Einer der Schönsten... 



"Staircase to the Moon". Leider waren Wolken davor und das Stativ hat gefehlt. War trotzdem schön.



Das war während wir mit euch telefoniert haben, Renate und Heiko. Zu viel versprochen? 



Das auch... 



Nun blendet die Sonne so extrem, dass ich aufhören muss. Einen schönen Tag wünsche ich euch allen.... 
 

Freitag, 15. Juli 2011

Broome ist schön...

15. Juni, Broome

Nun sind wir schon seit dem 26. Juni in Broome und ich habe immer noch keine Arbeit. FRUSTRIEREND!!! Jeden Tag werden Bewerbungen geschrieben und die Suchmaschinen im Internet durchstöbert. Nun heißt es abwarten und Daumen drücken. Die ganzen französischen Backpacker und die Traveller von der Ostküste blockieren alles. 
Roland ist seit etwas über Woche fleißig auf der Baustelle beschäftigt und macht seine Arbeit sehr gut. Ich bin sehr stolz auf unseren Ernährer. Nur morgens ist es recht schwer ihn aus den Federn zu bekommen. Um halb sieben wird das Lunchpaket gepackt, Roland bekommt ein Müsli und frischen Kaffee serviert und los geht’s zur Arbeit. Da wir nur ein Auto haben, bringe ich ihn jeden Morgen um 7 Uhr zur Baustelle und fahre danach neuerdings zum Yoga. Mannometer ist das anstrengend! Da merkt man erst, wie eingerostet man über die Jahre ohne intensives Training geworden ist. Was früher mit Leichtigkeit aus dem Körper herauszuholen war, ist nun eine Qual sondergleichen. Unsere Yogalehrerin ist ziemlich hart und bezeichnete sich selbst heute als Nazi, weil sie uns so leiden ließ. Viele der Schüler lachten. Ich nicht. Fand den Witz irgendwie nicht so lustig. Naja...wohl wieder mal ein Überbleibsel der schwarzhumorigen Engländer. Der Kurs geht jeden Tag von 7:30 bis 9:00 Uhr. Die erste halbe Stunde benötigt der Körper einigermaßen flexibel zu werden, um danach Gas zu geben und die verschiedenen Positionen versuchen zu halten. Sonja...nun weiß ich wie anstrengend und schwer zu erreichen diese dusselige „Dog“ Position ist. Leider ist das der Liebling der Trainerin. Ich breche jedes mal innerlich zusammen, wenn das Wort „Dog“ zu hören ist. Aber mir wurde gesagt, dass es irgendwann besser wird. Heute war der zweite Tag, also bin ich noch frohen Mutes, dass mein Körper irgendwann ein wenig flexibler wird. Dem Rücken tut es auf jeden Fall sehr gut. Das merke ich schon nach diesen ersten Lektionen.
Nach dem Yoga  ist wieder Hausarbeit angesagt. Abwaschen, putzen, Wäsche waschen, frühstücken und einen Job suchen. Dann Einkaufen, manchmal kurz zum Strand, Roland von der Arbeit abholen und kochen. Eben bekam ich den Tipp, dass ein Restaurant Personal sucht. Dort werde ich gleich mal vorsprechen.

Im Moment leben wir auf einem Campingplatz, der direkt an der Straße liegt. Nicht sehr schön, aber wenigstens haben wir einen Stellplatz, Duschen und Toiletten. Da die die Schulferien in Western Australia begonnen haben, und es eigentlich unmöglich ist für eine längere Zeit unterzukommen, können wir sehr froh sein, wenigstens einen Platz ergattert zu haben. Eigentlich würden wir auch gerne wieder raus aus der Stadt. Ist alles zu laut hier. Es ist viel schöner irgendwo im Busch zu schlafen. Zwar gibt es dort mehr Mücken und giftige, wilde, Menschen fressende Tiere, aber es ist wenigstens ruhig. Das war das Schöne an unserem Exkurs durch die Kimberley´s. Wir hatten immer die Möglichkeit irgendwo an einem Fluß von der Straße abzubiegen und an einem verlassenen Ort unser Lager aufzuschlagen. Dort konnte man abschalten von der schrecklichen „Straße“ und den Sonnenuntergang genießen. Seitdem wir die Gibb River Road verlassen haben gab es nie wieder die Möglichkeit den Sternenhimmel in so einer Pracht anzusehen. Das war nur möglich, wenn es keine störende Lichtquelle in kilometerweiter Entfernung gab. Wir fiebern unserer Abfahrt aus Broome entgegen um endlich wieder das Kreuz des Südens am Himmel leuchten zu sehen. 

Hier gibt es allerdings ein garantiert nicht weniger spektakuläres Ereignis. Einmal im Monat zwischen März und Oktober bei Vollmond, ereignet sich ein Naturschauspiel, das sich „Staircase to the moon“ nennt. Während extremer Ebbe spiegelt sich der Vollmond im Schlamm und es entsteht das Bild einer Treppe, die bis zum Mond reicht. Dieses Ereignis wird hier sehr stark promotet und es gibt Poster, Postkarten, T-Shirts, Tassen und Mousepads mit einem Abbild der Treppe zu kaufen. Wir sind gespannt. Ich denke, dass es wirklich wunderschön sein wird. Gleichzeitig wird am Strand ein Markt statt finden und jeder bringt seine Kühltasche mit um am Strand zu essen, zu trinken oder zu feiern.

Am Montag gibt es ein weiteres Spektakel zu sehen. Dinosaurierfussabdrücke!!! Toll, oder? Wieder nur zu sehen bei totaler Ebbe. Diesmal um 6:30 Uhr. Ich hoffe, dass ich es schaffe Roland aus dem Bett zu holen. Hoffentlich kann man die auch ohne Fernglas sehen. Wenn nicht, bin ich mir sicher, dass einer der Millionen älteren Touristen bestimmt eines dabei hat und wir vielleicht einen Blick riskieren dürfen. Die meisten Tourigroßeltern sind wirklich sehr nett hier, aber es gibt auch ein paar Muffelköppe. Aber auf jeden Fall weniger als in Deutschland. Australien ist wirklich eine extrem große Campernation. Unglaublich, dass sich die Generation der Groß- und Urgroßeltern noch traut auf dem Boden zu schlafen und über große Geröllhaufen zu kraxeln. Respekt!  

Leider ist die Situation der Aborigines hier nur ein wenig besser als in Darwin. Es scheint, als wären sie nur geduldete Bewohner, die meist gar nicht beachtet werden. Im Gegenzug dazu werden die Weißen von den Ureinwohnern  hier auch meist nicht eines Blickes bedacht. Gestern zum Beispiel war ich einkaufen und vor mir an der Kasse stand eine Aboriginefrau. Ich grinse hier alle immer an und freue mich, wenn jemand zurück lächelt. Naja. Also die Frau verlor ihren Geldbeutel und rutschte er unter ein Regal. Ich bückte mich selbstverständlich und gab es ihr mit einem offenen Lächeln zurück. Sie würdigte mich keines Blickes, riss mir das Portemonnaie aus der Hand und drehte mir grimmig den Rücken zu. Okay.....!!! So weit ist es also gekommen. Gebt doch endlich den Ureinwohnern ihr rechtmäßig zustehendes Land wieder. Das hat man davon, dass man dieses Volk aus ihrer Tradition gerissen hat. Ich konnte irgendwie gar nicht böse sein, weil sie mir einfach nur leid tat. Es ist wirklich eine Schande mit anzusehen, was passiert, wenn man Lebewesen entwurzelt. Trotz der vielen Proteste, die hier zu Lande gerade stattfinden, ändert sich gar nichts an der Situation. Überall lungern kleine Grüppchen von Aborigines herum und betrinken sich. Gesponsert von der Regierung, damit sie keinen Ärger machen und ab damit auf das Abstellgleis. Einfach nur traurig, wenn man in die stumpfen Augen blickt und keine Freude mehr darin entdecken kann. Die nächste Generation wird es wahrscheinlich ein wenig leichter haben, wenn sie es schaffen sich in die Bevölkerung einzugliedern und die Chance bekommen zur Schule zu gehen. Es wird immer mehr Mischlinge geben und bald ist die Rasse der Aborigines ganz ausgestorben. 

Danke Mami und Papi, dass ihr eben angerufen habt. Ist immer wieder schön eure Stimmen zu hören. Vielen Dank, dass ihr da seid und so viel für mich macht. Ich vermisse euch freue mich schon, wenn ich euch das nächste Mal am Ohr habe.
Falls uns irgend jemand zwischendurch mal erreichen, dann könnt ihr gerne die 0061 487699763 wählen und uns anrufen. Ich auch gar nicht soooo teuer. Mit Billigvorwahl sogar teilweise nur 5 Cent pro Minute.

Dies war wieder nur eine 

Ich werde jetzt einen kleinen Ausflug mit unserem Truck machen und bei dem Restaurant „The Black Pearl“ vorstellig werden. Vielleicht haben die ja einen Job für mich.

Bis bald...




 So sah die "Straße" aus, die uns viele Nerven und zwei kaputte Reifen gekostet hat. Die Gibb River Road.



 Reifenkauf in Imintji.



Kraxelei zum nächsten Wasserfall.



Roland in "The Grotto" 



Eigentlich das Revier dieses Leguans, aber er ließ uns baden. 



Unser Nachtlager haben wir direkt dort aufgeschlagen. Ein Glück hatten wir ein Auto. 



Der Mann feuert den Ofen an, die Frau kocht. 



Mal wieder früh wach gewesen. 



Das war im Windjana National Park. Weil wir kein Geld mehr hatten, durften wir gratis rein. 



 Im Schatten lauerten einige Krokodile. 



Da war schon eins...ganz schön gruselig.



In Massen waren sie nicht zu empfehlen. 



Es gab auch friedliche Bewohner. 



 und weniger friedliche...
  


es war einfach nur wunderschön dort. 



komische Leute... 







ASPHALT...!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! 







Broome 







Vor der Arbeit. Totale Motivation!

Sonntag, 10. Juli 2011

Man muss im Leben ganz unten gewesen sein um die Höhepunkte richtig zu genießen!

Zwei Engel auf dem Weg in die Hölle...

Der Weg begann angenehm und der Ausblick war durchweg atemberaubend. 



Der erste Fluß, den wir zu durchqueren hatten. Wie tief er war wußten wir nicht. 



Immer wieder anders, immer wieder wunderschön. 



Der zweite Fluß... 



Abchecken der Streckenführung 



Mittendrin war es immer am schönsten 



Eine kurze Abkühlung... 



...wurde zu einem ausgiebigen Bad. 



Ganz schön glitschige Angelegenheit. 



Der kleine Whirlpool war wie für uns gemacht. 



Ein Blick nach oben 



Am nächsten Tag die erste kleine Panne 



...aber wir haben es geschafft und konnten weiter fahren. 



Man kam nur zur Schlucht "Manning Gorge", wenn man gut schwimmen konnte, oder



...einen Reifen fand, damit die Blasenpflaster noch ein wenig länger hielten. 



Das Zuhause vieler Kakadus war in der Nacht auch unsere Bleibe 



Der nächste Morgen brachte gute Laune. Erster Plattfuß. Ersatzreifen rauf und weiter ging die Fahrt. 



24 Stunden später erneutes Pech. Es gab einen lauten Knall und der Ersatzreifen war explodiert. 



Kein Problem für die "Grauen Nomaden". Die älteren Herrschaften hatten ein Repair Kit dabei. 

  

Rolling rolling rolling.... 



Loch suchen, finden und flicken 



Der Abend bescherte uns mal wieder einen tollen Sonnenuntergang 



...und der Morgen krakelende Kakadus. 




Aber wir waren wieder on the road



...und konnten den nächsten Stop in "Bell Gorge" einschieben. 



Der Staub des Tages wurde abgespült und das Plantschen im eiskalten Wasser war einfach herrlich.



Roland in seinem Element. 



Dieser kleiner Dingo gab uns einige Kilometer Geleitschutz durch den gefährlichen Busch. 



Danke, kleiner Dingo...!